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Ein ganz normaler Tag bei den Hundesenioren


Nachdem ich ja vorgestern, oder war es schon vor drei Tagen?, mich dazu durchgerungen hatte, die Handkehrmaschine und einen Hochdruckreiniger mit Terrassenreiniger betriebsbereit zu machen, war Vaddern natürlich heute morgen bereit, sich einem recht sonnigen Sommertag entgegenzustürzen.

Erst mal Kaffee machen, dann schnell Pipi; beides trug dazu bei, dass sich meine Augen etwas öffneten; und ich sah im Spiegel einen alten Mann mit Designerfrisur. Ziemlich gewagt, das Gebilde auf dem Kopf, und schlagartig fiel es mir wieder ein. Des nächtens hat sich mal wieder Benny auf meinen Kopf gelegt, um dort süss und selig zu schlafen. Leider hatte das Tier einen sehr lebhaften Traum und brummte, knurrte und zuckte, was das Zeug hielt. Er trat auf der Stelle, und ich konnte ja nicht sehen, was da so los war und lag mucksmäuschenstill, um den alten Herrn nicht etwa unsanft aus seinen Träumen zu reissen, was mich u.U. dann meinen Skalp gekostet hätte...

Ich habe beim Richten meines eh schon schütteren Haupthaares dann noch die Hälfte abgerissen und stülpte mir erst mal eine Mütze über. Zur Erinnerung: Ich wollte arbeiten. Ich fragte vorsichtig an, ob die LAG mir bei meinen Vorhaben Gesellschaft leisten wollte, und schleppte schon mal die Utensilien zur Terrasse. Inzwischen war meine LAG zu der Auffassung gelangt, sie müsse noch dringend was erledigen. OK, ich hatte auch noch Bankkram zu erledigen, setzte mich dazu und fing an. Auf eine einfache Frage, ihre Kontovollmacht für das Unterkonto betreffend, kriegte ich dann eine grimmige Antwort und verschwand Richtung Garten. Pffff... dann eben nicht.

Glücklicherweise habe ich mich auf der Terrasse noch mal umgeschaut, denn Opa Robbie war hinter mir durchgeschlüpft, und war bereit für einen ausgiebigen Gartenspaziergang. Puh...noch mal gutgegangen. Da er sich durch nichts bewegen ließ, wieder das Wohnzimmer aufzusuchen, fegte ich schnell die Reste meiner vorgestrigen Altpflanzenentsorgungsaktion auf und brachte sie in den Müll.

Hm... auch nicht richtig... war wohl zu laut, das Geräusch des Besens vor dem Fenster... 'tschuldigung, daß ich atme. Draussen habe ich unter den Riesenkoniferen dann die Haufen von toten Zweiglein weggekehrt, und fand auch prompt wieder einen dampfenden Haufen meines Phantomhundes. Nu gut, ich also Tütchen und Schüppchen besorgt und das Teil eingesammelt, und da mir gerade so schön schlecht war, habe ich unten im Garten dann noch weitere zwei eingesammelt.

Dann ging ich wieder zurück und betrachtete meine in voller Pracht bereit stehende Kehrmaschine. Nix wie rein ins Vergnügen... schiebt sich wie ein Kinderwagen und ich putzte vergnüglich das Grundstück... dann noch rasch einiges Laub und den Rasenschnitt auf der Wiese zusammenrechen, kurzer Schwatz mit einem Hundegassigänger, noch schnell die vertrockneten Ziergräser entsorgt, die Beete geputzt, und dann sank ich auf meinem Stuhl zusammen.

Wie der Wind schoss dann Robbie an mir vorbei und zog eine Duftwolke hinter sich her, die mich nur atemlos ans Fenster rennen liess. Ich schob ihn erst mal vom Schreibtisch weg, damit er nicht noch die dort liegenden Papiere "stempelte", und zog dabei den Zorn von LAG auf mich, die nur deshalb laut mit mir 'rummeckerte, weil die Duftwolke ihres kleinen Lieblings sie noch nicht erreicht hatte.

Ich habe ihn dann doch auf einen Stuhl gepackt, damit ich mir das hintere Ende des Kleinen anschauen konnte. Er sah beschissen aus, also Tücher mit warmem Wasser und putzen, ging aber nicht wirklich. Robbie versuchte zu entwischen, rutschte auf dem Boden rum, damit er das lästige, stinkende Teilchen los wurde und hinterließ duftende Marken auf dem Fussboden und hatte es sich gründlich im Fell verteilt. Ahhhhh... also war baden angesagt, aber erst mal den Boden gereinigt, dann Wasser einlaufen lassen (LAG wollte nicht, daß ich mit ihrem Liebling in die Dusche ging), und dann trug ich das Stinkbömbchen mit mir ins Bad. Vaddern macht das jetzt mal !!

Toll... ich sollte waschen, aber Robbie entzog sich mir, weil ich ihm vorne zuviel Spiel ließ. Soviel Spiel, daß ich das Wasser gegen seinen Hintern schöpfen musste, was natürlich nicht effektiv genug für eine Waschung war, und soviel Spiel, dass der Bursche die Bademäntel zu fassen kriegte und sie mit Schwung vom Bügel riss. Ok, der Bügel hat damit das Zeitliche gesegnet, und die Bademäntel landeten im Wasser, wo sie durch kräftiges Saugen den ohnehin niedrigen Wasserstand weiter reduzierten.

Meiner LAG platzte der Kragen, sie wendete ihren Rolli auf der Stelle und knallte die Tür... suuuuper. Ich kriegte den Kleinen zu fassen, er umklammerte fast schmerzhaft mein Bein, und das gab ihm die nötige Sicherheit, um sich nunmehr fast ohne Gegenwehr seinen kleinen Hundearsch waschen zu lassen. Ok, dann war natürlich an einen Griff nach dem Hundewaschlappen nicht zu denken, die Bademäntel sanken weiter ins Wasser, und ich hatte einen klatschnassen Hund in den Händen, als sich die Tür öffnete.

Sofort begann Robbie wieder zu toben, zumal er ja merkte, dass die LAG ungehalten war, und dann konnte man dem Dosenöffner auch schon mal ein Loch ins Hosenbein reissen... Während LAG eine Erklärung von mir verlangte, weshalb ich es nicht so gemacht hätte, wie sie gesagt hatte, habe ich sie gebeten, mir ein altes Handtuch zu geben, damit ich das tropfende Tier vollends aus der Wanne nehmen konnte. Ehrlich, der Zeitpunkt für eine Diskussion war irgendwie nicht günstig. Als Antwort kriegte ich dann, wir haben hier keine alten Handtücher. Ich sah nur, wie sie einen Packen Handtücher vorzerrte, ein strahlend weißes nahm und meinte, jetzt sei eh alles egal. Der Rest der Handtücher landete auf dem Fussboden. Da ich immer zwei bis drei alte Teile da liegen habe, (is' wirklich nicht neu ), bat ich darum, sie möge mir das alte gelbe links geben und vor allem die Tür zu schließen. "Wir haben kein gelbes, da is' keins!!!!" Super, nachdem alle auf einem Haufen auf dem Boden lagen, konnte ich das gelbe auch nicht mehr auf Anhieb entdecken. Ich saß auf dem Klo, den nassen Robbie auf dem Schoß und wickelte ihn notdürftig ein. Meine Hose diente dann auch noch dem Trocknungsprozess, logisch.
Mit den Worten, dass Männer nie zuhören, was man ihnen sagt, und nunmehr die komplette Bude versaut sei, verließ LAG erneut den Ort des Geschehens.

Also wickelte ich Robbie ein, fischte die Bademäntel aus der Wanne, nahm alles, was nunmehr reif für eine Wäsche war, mit und ging in die Waschküche. Auf dem Wege entdeckte ich nicht nur Lisa, die das Durcheinander nutzte, um in den Topf mit den Olivenbäumen zu pinkeln... suuuper. Unten habe ich dann noch gesehen, daß Robbie auch da eine Duftspur hinterlassen hatte. Also auch wegmachen, alles benutzte Papiertücherzeugs in den Mülleimer bringen, das Tier aus dem Badezimmer holen und trocken bürsten.

Ich schob seinen Korb auf den Sonnenfleck im Wohnzimmer, und Robbie folgte mir. Dann übernahm er das Ordnen der einzelnen Haare selbst, und just da rollerte LAG heran, um zu verkünden, daß der kleine Kackschrat wohl vor die Kellertür gepinkelt habe, sie habe die Pfütze aus dem Augenwinkel bemerkt. Ich also ab in die Küche, Tücher geholt, denke über den Sinn des Lebens nach, und komme zu dem Ergebnis: Dies ist nicht unser Tag, oder?

Mal schauen, Robbie hat es überstanden, und morgen werde ich seinem kleinen Hundehintern einen feschen Kurzhaarschnitt verpassen, ehe ein weiteres Ereignis dieser Art mich dazu bringt, das Weite zu suchen.

Ich liiieeebe Hunde und LAGs *grins*, und den Phantomhund erwische ich auch noch !!

(*LAG = Lebensabschnittsgefährtin)